Welterbe an der Autobahn

Vor einem Jahr wurde die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Nachdem das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die verkehrsrechtliche Anordnung im Mai diesen Jahres zur Aufstellung der sogenannten touristischen Unterrichtungstafeln erteilt hatte, montieren unsere Monteure aktuell an der A 72 in Fahrtrichtung Leipzig zwischen den Anschlussstellen Zwickau-West und Zwickau-Ost sowie an der A 4 in Fahrtrichtung Görlitz zwischen den Anschlussstellen Glauchau und Hohenstein-Ernstthal diese Hinweisschilder. So sollen Reisende auf das UNESCO-Welterbe aufmerksam gemacht werden.

»Speziell für das Erzgebirge bietet der Welterbetitel die Chance, internationale Aufmerksamkeit zu erlangen und die Region als bedeutenden Teil der über 1.000 Jahre alten Kulturlandschaft Sachsens mit ihren charakteristischen Merkmalen national und weltweit noch stärker in den Fokus der touristischen Vermarktung zu rücken«, so Wirtschaftsminister Martin Dulig. »Die Hinweisschilder an der Autobahn sollen auf die Region aufmerksam machen. Zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten laden dazu ein, die Bergbaugeschichte zu erkunden – vom Besuch im Schaubergwerk über Abstecher zu Kirchen und Museen bis zur Radtour durch die Kulturlandschaft.«

Die »Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří« setzt sich aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite, die den prägenden Einfluss der jahrhundertelangen Bergbauaktivitäten auf die Entwicklung einer ganzen Region bezeugen. Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist ein herausragendes Beispiel einer grenzübergreifenden Region, in der sich durch über 800 Jahre andauernden Bergbau (12.-20. Jahrhundert) eine einzigartige montane Kulturlandschaft herausgebildet hat. Die ausgewählten bergbaulichen Sachzeugen repräsentieren die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.

Weitere Informationen:
https://www.montanregion-erzgebirge.de/

Foto: Daniel Müller