Wie ein durchdachtes Sicherheitskonzept entstand
Verkehrssituationen können sich innerhalb weniger Tage grundlegend verändern. Genau das erlebte die Bergstadt Scheibenberg, als die Sperrung der B101 das Verkehrsaufkommen im unmittelbaren Umfeld der Schulen erhöhte.
Die neuen Verkehrsströme machten deutlich, dass sich auch bestehende Sicherheitskonzepte kurzfristig an veränderte Rahmenbedingungen anpassen müssen.
Gemeinsam mit der Schilderwerk Beutha GmbH entwickelte die Stadt ein Pilotprojekt, bei dem mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu mehr Sicherheit im Schulumfeld beitragen.

Die Situation gemeinsam bewerten
Folgen für den Schulweg:
- höheres Verkehrsaufkommen
- erhöhte Geschwindigkeiten
- Missachtung von Rechts-vor-links-Regelungen
- unerlaubte LKW-Durchfahrten
Gemeinsam mit der Stadt Scheibenberg analysierte das Schilderwerk Beutha die Verkehrsaufkommen vor Ort. Dabei wurden sowohl die bestehende Verkehrsregelung als auch die veränderten Verkehrsströme systematisch bewertet.
Schnell wurde deutlich, dass weder die eingerichtete Baustellenführung noch die bestehende Beschilderung die Ursache waren. Stattdessen leiteten Navigationssysteme zahlreiche Auto- und LKW-Fahrer durch die Stadt. Gleichzeitig orientierten sich ortsfremde Fahrer am vorausfahrenden Verkehr und verstärkten diesen Effekt zusätzlich.
Drei aufeinander abgestimmte Maßnahmen
GEMEINSAM MIT EINEM VERLÄSSLICHEN PARTNER.
Anstatt unmittelbar neue Verkehrszeichen aufzustellen oder bauliche Veränderungen vorzunehmen, sollten nicht einzelne Produkte im Mittelpunkt stehen, sondern ein Lösungskonzept, das die tatsächlichen Risiken adressiert.
Dafür konzentrierte sich die gemeinsame Betrachtung zunächst auf drei zentrale Leitfragen.
- Wie schnell wird tatsächlich gefahren?
- Wo liegen die eigentlichen Gefahrenpunkte?
- Wie kann man Ortsfremde besser erreichen?
Denn „[uns] waren wirksame Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit wichtig.“, Bürgermeister Michael Staib.
1. Maßnahme: Geschwindigkeit sichtbar machen
Die Analyse zeigte, dass das Geschwindigkeitsniveau auf dem Schulweg zu den entscheidenden Risikofaktoren gehörte. Deshalb sah das gemeinsam entwickelte Vorgehen zunächst den Einsatz einer Geschwindigkeits-Warnanzeige vor.
Innerhalb weniger Tage wurde diese von der Schilderwerk Beutha GmbH vor Ort installiert. Bereits kurz darauf passten viele Autofahrer ihre Geschwindigkeit sichtbar an. Parallel begann die Datenerfassung, um die Wirkung der Anzeige fundiert bewerten zu können.
Danach zeigte sich, dass insbesondere an den Querungsbereichen der Kinder weiterer Handlungsbedarf bestand.
Vorteile
- sensibilisiert Verkehrsteilnehmer
- reduziert überhöhte Geschwindigkeiten
- liefert belastbare Verkehrsdaten
- innerhalb weniger Tage umsetzbar


2. Maßnahme: Aufmerksamkeit erhöhen

DORT, WO KINDER DIE STRASSE ÜBERQUEREN
Um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer gezielt zu erhöhen, kam eine lebensgroße Warnfigur in Form einer Polizistin zum Einsatz. Durch ihre realitätsnahe Gestaltung lenkt sie den Blick frühzeitig auf den Querungsbereich und fördert eine umsichtige Fahrweise.
Ergänzend kamen im Umfeld der Grundschule StreetBuddys zum Einsatz. Ihr kindgerechtes Erscheinungsbild signalisiert Autofahrern bereits auf den ersten Blick, dass hier Kinder unterwegs sind. Gleichzeitig fügen sie sich harmonisch in das Schulumfeld ein, ohne auf Kinder bedrohlich zu wirken.
Schon kurz nach der Aufstellung berichteten Anwohner von einer spürbar entschleunigten Verkehrssituation.
Vorteile
- erhöht Aufmerksamkeit im Querungsbereich
- unterstützt umsichtige Fahrweise
- flexibel und kurzfristig einsetzbar
3. Maßnahme: Verkehrsregeln besser sichtbar machen
FÜR MEHR ORIENTIERUNG IM ENTSCHEIDENDEN MOMENT
Vorteile
- ergänzt vorhandene Beschilderung
- sensible Bereiche werden besser wahrgenommen
- fördert sicheres Fahrverhalten

Das Zusammenspiel macht den Unterschied
DREI MASSNAHMEN. EIN ZIEL. EIN SICHERER SCHULWEG.
Kein identifizierter Risikofaktor ließ sich mit einer einzelnen Lösung dauerhaft entschärfen. Erst das abgestimmte Zusammenwirken verschiedener Elemente führte zu einer Lösung, die den Anforderungen gerecht wird.
Bereits kurz nach der Umsetzung wurden erste positive Veränderungen sichtbar. Anwohner berichteten von einer entschleunigten Fahrweise, während die Verantwortlichen eine spürbare Entlastung im Schulumfeld wahrnahmen.
Wie sich das Konzept langfristig auswirkt, werden die Bergstadt Scheibenberg und das Schilderwerk Beutha weiter beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt erneut darüber berichten.
- Die Geschwindigkeits-Warnanzeige sensibilisiert Verkehrsteilnehmer und schafft eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen.
- Warnfiguren erhöhen die Aufmerksamkeit an sensiblen Querungsstellen.
- Bodenmarkierungen unterstützen dabei, geltende Verkehrsregeln genau dort sichtbar zu machen, wo sie im Straßenverkehr unmittelbar wahrgenommen werden.
„Entscheidend ist das Zusammenspiel der einzelnen Maßnahmen.“, fasst Bürgermeister Michael Staib das Pilotprojekt zusammen.
Eingesetzte Lösungen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Geschwindigkeits-Warnanzeige
Zeigt Geschwindigkeiten in Echtzeit an, sensibilisiert und liefert wertvolle Daten für weitere Entscheidungen.

Warnfiguren
Machen auf Kinder und sensible Bereiche aufmerksam und heben Schulbereiche deutlicher hervor.

Bodenmarkierungen
Bringen Verkehrsregeln direkt ins Blickfeld und ergänzen Beschilderungen dort, wo sie besonders wahrgenommen werden.
Ihre Kommune hat ähnliche Herausforderungen?
Ob veränderte Verkehrsführungen im schulischen Umfeld oder an sensiblen Querungsbereichen: Wir unterstützen Kommunen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und ein passendes Gesamtkonzept aufeinander abzustimmen.
Erste Anhaltspunkte bietet auch unsere Checkliste für einen sicheren Schulweg. Für individuelle Lösungen entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein Maßnahmenkonzept, das zur tatsächlichen Situation vor Ort passt – von der Analyse bis zur Umsetzung.

DIE EINGESETZTEN LÖSUNGEN – JETZT ZU AKTIONSPREISEN*
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Häufige Fragen
Warum wurden nicht sofort neue Verkehrszeichen aufgestellt?
Die bestehende Beschilderung entsprach den verkehrsrechtlichen Vorgaben. Deshalb wurde zunächst analysiert, wodurch die veränderte Verkehrssituation tatsächlich entstand. Erst auf dieser Grundlage konnten geeignete Maßnahmen ausgewählt werden.
Wie wird entschieden, welche Maßnahmen sinnvoll sind?
Am Anfang steht immer die gemeinsame Bewertung der Situation. Dabei werden Verkehrsführung, örtliche Gegebenheiten und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer betrachtet. Daraus entsteht ein Maßnahmenkonzept, das auf die konkreten Anforderungen abgestimmt ist.
Wie lässt sich die Verkehrssicherheit vor Schulen erhöhen?
Eine höhere Verkehrssicherheit entsteht meist nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Lösungen. Grundlage ist eine Analyse der örtlichen Situation, um Risiken gezielt zu erkennen und passende Maßnahmen aufeinander abzustimmen.
*Die angegebenen Preise sind nur im Aktionszeitraum 01.06. – 31.08.2026 gültig.






